Nachgefragt & Zugehört mit Alex Herrmann

Autor

Alex Herrmann

Inwiefern stehen Employer Branding und Transformation in Zusammenhang? Wie spricht man die Gen Z richtig an? Welche Veränderungen prägen das Employer Branding? Antworten darauf finden wir mit Alex Herrmann (Managing Director Branding) in «Nachgefragt & Zugehört».

30. September 2023

Employer Branding beschäftigt immer mehr Unternehmen. Warum eigentlich?

Weil der Bedarf an Talenten und Mitarbeitenden in den letzten Jahren stets zugenommen hat. Und weil die Anforderungen an Arbeitgeber und Arbeit nicht nur gestiegen sind, sondern sich grundlegend verändert haben. Employer Branding hilft handlungs- und zukunftsfähig zu bleiben. Daher wird es heute wesentlich professioneller und ganzheitlicher betrieben.

Welche Entwicklung hat das Employer Branding von heute am stärksten geprägt?

Employer Branding ist erwachsen geworden. Am Anfang reduzierte sich alles auf das Formulieren einer attraktiven EVP (Employer Value Proposition) und die Umsetzung einer wirkungsvollen Employer Branding-Kampagne. Vor allem der vordere Teil der Employer Journey lag im Fokus – also das Gewinnen von neuen Mitarbeitenden durch die Steigerung der Bekanntheit und der Attraktivität des Arbeitgebers. Was während oder nach der Bewerbung passierte, war lange kein Thema. Doch wer eine starke Arbeitgebermarke sein will, muss weiter gehen – und weiter denken. Es geht um Beziehungsaufbau und Beziehungspflege im Kontext des Gesamtunternehmens, der Wettbewerber und gesellschaftlicher sowie technologischer Veränderungen. Kein einfaches Unterfangen.

Was macht deiner Meinung nach erfolgreiche Employer Branding Kommunikation aus?

Sie erfüllt die gleichen Kriterien wie jegliche Art guter Kommunikation: Sie bewegt Menschen – mit den richtigen Inhalten, in der richtigen Tonalität, am richtigen Ort. Und sie schafft Charakteristik, indem sie Haltung zeigt und sich von Einheitsbrei und Plattitüden löst. Employer Branding-Kommunikation mag ein eigenes «Genre» sein, aber sie muss sich trotzdem Gehör verschaffen und zur Auseinandersetzung einladen.

Gibt es Unterschiede im Umgang mit jüngeren Zielgruppen, vor allem mit der Generation Z?

Wie wir wissen, hat jede Generation ihre Besonderheiten. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, die unabhängig vom Alter auftreten und eher als Phänomen der Zeit zu verstehen sind. Hier gilt es genauer hinzuschauen und zielgruppenadäquat zu handeln. Dies gilt besonders für die Generation Z: sie ist viel diverser und sensibler als andere Zielgruppen. Dementsprechend benötigt es mehr Fingerspitzengefühl, um Werte wie Haltung, Verantwortung oder Authentizität mit Bedürfnissen wie Sinnhaftigkeit, persönliche Entfaltung oder Vereinbarkeit von Job und Privatleben in Einklang zu bringen. Und dies so, dass man sich stets von seinen Mitbewerbern unterscheidet.

Wie kann Employer Branding Unternehmen in der Transformation helfen?

Sofern das Zukunftsbild eines Unternehmens bereits definiert wurde, hilft Employer Branding dieses für potenzielle wie auch bestehende Mitarbeitende zu übersetzen und zu konkretisieren. Damit schafft man nicht nur Klarheit, sondern man liefert relevante Argumente, damit sich die richtigen Kandidaten bewerben und die richtigen Mitarbeitenden dem Unternehmen treu bleiben. Gutes Employer Branding beschleunigt demnach die Transformation.

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