Im Juni gewann Wirz Werbung in einem hart umkämpften Pitch den Gesamtetat von IKEA Schweiz. Mit einem Kerngedanken, der mehr ist als nur eine Bühne für Kommunikation. "Platz für neue Ideen", heisst die neue Plattform, die sich einerseits als Fokussierung auf Werte versteht, die IKEA von Anfang an geprägt haben. Und andererseits als inspirierende, motivierende Forderung nach mehr Offenheit, Individualismus und Kreativität beim Wohnen und Leben.
Zum Kampagnenauftakt und mit dem Launch des neuen Katalogs werden gleich bei höchster Stelle neue Ideen gefordert, nämlich im Bundeshaus. Dort räumt während mehreren Tagen sowohl in Virals und auf Youtube wie auch in regulären, ungebrandeten TV-Werbebspots eine vermummte Truppe das Bundesratszimmer leer, um Platz für neue Ideen zu schaffen. Erst in der zweiten Phase enthüllt der Auflösungsspot den Absender - zusammen mit dem topmodernen Wohn- und Arbeitsraum, zu dem sich die trockene Amtstube gemausert hat. Medial begleitet werden Teaser und Auflösung von Blick und 20 Minuten.
Parallel dazu transportiert eine Plakatkampagne mit Augmented-Reality-Mechanismus den neuen Claim. Das Bundeshaus und zwei weitere Motive animieren dazu, mittels Smartphone das Bild zu fixieren und via IKEA App das Plakat zur Filmleinwand zu machen. Platz für neue Ideen findet sich aber natürlich auch ausserhalb der normalen Kanäle. So tragen beispielsweise die Aktivisten aus dem Film live die sieben Bundesratsstühle über den Bundesplatz. Und auf der grössten Auktionsplattform wird eine publikumswirksame Versteigerung der ausgemusterten Magistratensessel lanciert.
Dass die Kampagne noch Platz für weitere Ideen bietet, davon darf man ausgehen. IKEA selbst geht mit gutem Beispiel voraus: Der neue Katalog enthält über 600 neue Wohnideen. "Da sind wir gefordert", räumen die Wirz CDs Philipp Skrabal und Thomas Kurzmeyer ein.