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Fotografin: Li-Jiao Sauder-Lu (Powered by tilllate)

Zürich, 20.11.2008 – Zum 38. Mal hat gestern Abend der traditionelle Wirz Cocktail, einer der etabliertesten Anlässe in der Kommunikationsbranche, stattgefunden. Rund 300 Gäste aus Kommunikation und Wirtschaft folgten der Einladung der Wirz Gruppe zur Podiumsdiskussion, die unter dem Motto «Rituale und ihre Bedeutung fürs Marketing» stand.

Über individuelle und universelle Rituale diskutierten Karin Frick, Forschungsleiterin GDI, Dr. Christian R. Gisi, der das traditionsreiche Schmuckhaus Bucherer leitet, Urs Riedener, CEO von Emmi Schweiz, und Pfarrer Dr. Christoph Sigrist, der im Grossmünster Zürich predigt. Patrizia Laeri vom Schweizer Fernsehen moderierte das Podiumsgespräch.

Den Abend eröffnete Geri Aebi, Vorsitzender der Wirz Gruppenleitung, mit den Morgenritualen der Schweizerinnen und Schweizer. Ausgangspunkt waren die Ergebnisse der weltweiten BBDO-Studie, deren Schweiz-Teil von Wirz realisiert wurde. Geri Aebi überrascht die Gäste mit der Erkenntnis, dass die Schweizer im Vergleich zum Rest der Welt abends deutlich mehr kommunizieren, dafür aber am Morgen mehrheitlich schweigen. «Der Schweizer lebt geradezu auf den Feierabend hin», kommentiert er schmunzelnd, «dann entwickelt er sich erst richtig zu einem sozialen Wesen».

Rituale geben Orientierung und Sicherheit
Nach persönlichen Ritualen gefragt, gaben die Teilnehmer der anschliessenden Podiumsdiskussion ihre Morgenrituale preis. Es zeigte sich, dass uns Rituale im täglichen Leben Oasen der Ruhe und Ordnung ermöglichen. Am Handschlag als Begrüssungsritual verdeutlichte Urs Riedener, dass uns gewohnte Handlungsweisen auch im zwischenmenschlichen Umgang mehr Sicherheit geben und Vertrauen schaffen. Das beste Beispiel für die identitätsstiftende Wirkung von Ritualen in der Gruppe ist laut Pfarrer Dr. Sigrist die Kirche, in der die seit Jahrhunderten gelernten Rituale die Geborgenheit des Einzeln und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinde stärken.

Rituale in der Kommunikation
Neue Rituale können nicht einfach so eingeführt werden. Das bestätigen auch die Ergebnisse der Trendforscherin Karin Frick. Neue Verhaltensweisen müssen eingeübt und emotional aufgeladen werden, bis sie zum Ritual heranreifen. Das heisst, Unternehmen müssen eine längerfristige Perspektive einnehmen, damit das Produkt als fester Bestandteil im Leben des Kunden integriert wird. Auch im Verkaufsprozess spielen Rituale eine wichtige Rolle. So werden beim Juwelier Bucherer laut Dr. Christian Gisi bestimmte Abläufe vollzogen, um die Wertigkeit der Produkte wie auch die Wertschätzung gegenüber dem Kunden zum Ausdruck zu bringen. Beispielweise wenn der Verkäufer die Vitrine aufschliesst und den Schmuck mit Handschuhen präsentiert.

Weitere Beispiele für Rituale wurden im Panel-Gespräch genannt, das hier (MP3 ca. 100 MB) heruntergeladen werden kann. Mehr über die Ergebnisse der internationalen bzw. schweizerischen Rituals-Studie von BBDO bzw. Wirz lässt sich über die E-Mail rituals[at]wirz.ch erfahren. Die Bilder zum Wirz Cocktail 2008 finden Sie in der Galerie von persoenlich.com.

Bildlegende
Urs Riedener (CEO, Emmi Schweiz AG, Luzern), Dr. Christoph Sigrist (Pfarrer am Grossmünster, Zürich), Patrizia Laeri (Schweizer Fernsehen, SF Börse), Karin Frick (Forschungsleiterin GDI, Rüschlikon), Dr. Christian R. Gisi (Managing Director, Bucherer AG, Zürich), Geri Aebi (Vorsitzender der Wirz Gruppenleitung)


Kontakt
Geri Aebi
Uetlibergstrasse 132, 8045 Zürich
Telefon: 044 457 57 77
E-Mail:  geri.aebi[at]wirz.ch